Wie alles begann

Von HTML-Editoren, CSS über Desktop CMS bis hin zu Online CMS

Wer sich seit Jahren mit der Gestaltung von Websites beschäftigt hat, wird sich gerne an die „gute alte Zeit“ erinnern. Bis heute hat sich die Technik im World Wide Web stetig weiterentwickelt und da verliert man manchmal leicht den Überblick. Damals waren viele auf der Suche nach dem passenden HTML-Editor, lernten fleißig HTML (Auszeichnungssprache) und waren froh, eine halbwegs passable Website auf die Beine stellen zu können. Man hat alles gesammelt, was mit dem Thema zu tun hatte, nicht nur die Editoren selbst, als Jäger und Sammler haben wir uns auf jede Grafik, jedes Symbol und jede Schriftart gestürzt. Ganz abgesehen von den vielen HTML-Tipps, Tricks und Code-Schnippseln.

David Siegels „Killersites“

In dem Zusammenhang darf ich auf den damals bekannten „Guru“ in der Szene, David Siegel aufmerksam machen, der mit seinem Buch „Creating Killer Web Sites“, das es auch auf Deutsch gab, 1996 Furore machte. Ein grafisch toll aufgemachtes Buch in dem ich zum ersten Mal von einem Gestaltungsmittel hörte, das sich auf eine 1×1 Pixel große transparente Gif-Datei bezog mit der man Abstände auf Websites genau festlegen konnte.

WYSIWYG-Editoren

Dann gab es einen Zeitpunkt, wo Firmen mit neuen, sogenannten WYSIWYG-Editoren herauskamen. „What you see is what you get – was du siehst, bekommst du auch“. Das war ein cleveres Werbeversprechen, das die wenigsten auch tatsächlich einhalten konnten. Diese Programme halfen aber all jenen, die im Umgang mit HTML-Code nicht so versiert waren, ihre eigene Website zu gestalten. Ein Vertreter war der Editor von Netobject Fusion. Natürlich hat sich über die Jahre auch die Qualität der Websites verbessert. Ab und an sieht man aber noch diese uralten Websites und man wird daran erinnert, wie man selbst angefangen hat. Nostalgie pur.

Das Website-Archiv

Wer es noch nicht kennt, findet im Internet eine sehr schöne Seite auf der man vielleicht auch seine eigene, alte Website in einem Archiv wiederfinden kann. Denn hier wurden und werden Internetseiten gescanned und archiviert. Unter https://archive.org/ kann man sich im Suchfenster der „WayBackMachine“ alte Websites ansehen. Für weitere Quellen einfach mal die Suchmaschine mit dem Eintrag „Uralte Webseiten“ bemühen.

Desktop Content Management Systeme

Ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich mich zum ersten Mal mit Desktop CMS – Programmen beschäftigt habe und wann diese das erste Mal auf den Markt kamen. Der Vorteil dieser Vertreter war die strikte Trennung von Design und Inhalt und die Tatsache, dass man zeitlich wesentlich effektiver die eigene Website aktualisieren konnte. Bei den alten Webeditoren musste man immer auch mit dem Inhalt das Layout anpassen. Bei den Desktop CMS – Vertretern konnte man sich voll und ganz auf die Änderung der Inhalte konzentrieren. Oder man feilte nur am Layout, ohne den Inhalt zu verändern. Viele schwören auch heute noch auf diese Programme, nicht selten auch deshalb, weil alle relevanten Daten und Dateien auf dem eigenen Rechner verwaltet werden und erst über eine meist integrierte FTP-Funktion auf den eigenen Server hoch geladen werden.

Online Content Management Systeme

Mit den bisher erwähnten Programmen stößt man aber schnell an die Grenzen des Machbaren und wer mehr möchte, kommt um eine online verwaltete Lösung nicht herum. Alleine schon aus dem Grund, weil unsere Gesellschaft immer mobiler wird und man seine Website vielleicht auch von einem anderen Ort aus pflegen und aktualisieren möchte. WordPress ist so ein Beispiel, es gibt aber auch viele andere gute Lösungen. Ein wesentlicher Vorteil dieser Online-Systeme ist die recht einfache Möglichkeit, interaktiv mit seinen Lesern zu kommunizieren. Das war früher wesentlich schwerer. An diesen Systemen sitzen viele Entwickler, die stetig bemüht sind, Fehler zu beseitigen, andere erweitern die Funktionalität mittels selbst programmierter Plug Ins. Ein nicht zu unterschätzender Service und Gewinn.

Das eigene Website-Layout

Ja, und wenn man sich dann für eine Online-Lösung entschieden hat, möchte man vielleicht auch das eigene Design der Website gestalten. Hat man das früher mit einem Grafikprogramm umgesetzt, bieten heute einige Anbieter spezielle Programm an, mit denen man recht einfach sehr ansprechende Layouts, sogenannte Templates gestalten kann. Es gibt auch die sogenannten Online-Gestaltungstools, hier wäre ich allerdings vorsichtig, denn wenn die Website nicht mehr erreichbar ist, kann man sein Template nicht weiter bearbeiten. Aus diesem Grund habe ich auch die eBooks für die Gestaltungstools „Artisteer“ und „TemplateToaster“ geschrieben, mit denen ich meine Layouts offline gestalte. Sie sind für Einsteiger geschrieben und sollen helfen, sich in den Programmen besser zurecht zu finden.

Ich bin gespannt, wie sich das World Wide Web weiter entwickelt und ich bin auch gespannt, welche Tools und Hilfsmittel uns in Zukunft zur Verfügung stehen werden.